RettungshundeführerInnen sind keine Hundenarren, sondern menschenfreundliche Hundebesitzer. Bei der Rettungshundearbeit geht es daher nicht in erster Linie um die Hundeausbildung, sondern darum, das Team dazu auszubilden, als Teil der Rettungskette Menschen zu helfen. Die Ausbildung der Hundeführerin bzw. des Hundeführers steht daher im Mittelpunkt.
Darüber muss sich jeder, der Rettungshundearbeit für den Einsatzfall betreibt, im Klaren sein. Wer die Rettungshundearbeit lediglich zum Zeitvertreib seines Hundes ausüben möchte, wendet sich besser an einen Hundesportverein und sucht dort nach Möglichkeiten der Mitarbeit. Rettungshundearbeit bedeutet ein Höchstmaß an Einsatzbereitschaft, Geduld und Einfühlungsvermögen.
Insbesondere in den ersten Jahren ist durch die Grundausbildung viel Freizeit erforderlich. Die Wochenenden gehören meist dem DRK. Die Einsätze kommen nicht immer am Wochenende. Es ist daher erforderlich, ggf. auch während der Arbeitszeit freigestellt zu werden, um in den Einsatz zu fahren.
Manche Einsätze erstrecken sich über mehrere Tage. Während des Einsatzes kann es zu belastenden Situationen kommen (Anfahrt mit Sondersignal, wenig Schlaf, Nachtsuche in unbekanntem Gelände, entnervte Angehörige des Vermissten), die durch das Team aufzufangen sind. Rettungshundearbeit ist Teamarbeit - auch in der Gruppe. Exzentriker oder Leute, die nur ihr eigenes Wohl im Sinn haben, sind dort Fehl am Platz.
Während der Ausbildung werden klare Anweisungen gegeben. Wenn Fehler passieren, muss sofort und schnell reagiert werden. Zartbesaitete Gemüter haben damit oft Probleme.
Wer weiterhin der Meinung ist, Rettungshundearbeit für den Einsatzfall betreiben zu wollen, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzten.